Warum messe ich in mmol/L?

Wie einige ja wissen, bin ich ein „Wessi“ und wie misst man seinen Blutzucker hier in den alten Bundesländern? In mg/dl.
Ich hab seit meiner Manifestation im Jahre 1990 bis nach dem ersten CampD im Jahre 2006 in mg/dl gemessen. Der erste Schock war aber schon viel früher.
Im Jahre 2000 lag ich für ne kurze Zeit in England im Krankenhaus. Ich konnte natürlich mit den Werten die mir da sagten erstmal nichts anfangen, bis dann der Begriff „Millimol“ mir um die Ohren flog. Als ich dann wieder selbstständig messen durfte und morgens die Krankenschwester nach meinen Blutzuckerwert fragte, sagte ich, vollig gedankenlos „80“! 80? mmol/L oder mg/dl? Diese Frage wurde mir nicht gestellt. Die Schwester wollte mir sofort über den Intravenösen Zugang eine Ladung Insulin geben. Aber waum? Mein BZ war doch in Ordnung.

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My first time!

Da wurde ich doch dank der Kampagne einer Freundin zu diesem Spiel angesteckt.

Und gestern Abend war es dann so weit. Nach der Installation am Vorabend und dem damit verbundenem „Zwangsupdate“ (kennt man ja nicht anders von Online-Strategiespiele), stürzte ich mich gestern Abend dann in meine erste Schlacht. Startzucker laut CGM lag bei 14,8 mmol/L (267 mg/dl) und ging auf 12,8 runter. 2 Stunden = 2 mmol weniger.
Fazit: Ich muss mehr spielen.
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Ich kann euch, nach einem Spiel schon sagen, das es absolut fun macht. Eine gesunde Mischung aus MMORPG und Strategiespiel wie Starcraft, Warcraft  & Co.
Ich glaube, es nennt sich deswegen auch MOBA! *smile*

Wer es auch spielen will, kann es sich unter hier herrunter laden.

Happy Diaversary!

21.01.1990….der Tag an dem sich mein Leben schlagartig verändern sollte. Der Tag meiner Manifestation. Diagnose: Typ 1 Diabetes.

Oh man, ich war da gerade mal 6 Jahre jung und es kommt mir immer noch so vor, als wenn es gestern gewesen ist.
Wie kam man dadrauf, das ich dieses kleine Monster nun in mir trage? Kurz und knapp erzählt lief es wie folgt ab und eigentlich kennt es jeder von uns:
Ich ging in Begleitung meiner Oma zu unserm Hausarzt, weil sich keiner erklären konnte, warum ich mich so schlapp fühlte, warum ich Literweise Wasser getrunken hatte, dazu dann noch der grandiose Gewichtsverlust und das ich es nicht immer rechtzeitig zur Toilette geschafft hatte. Was natürlich in der Schule ziemlich unschön ist, mit vollgepinkelten Sachen dann da zu sitzen. :-/
Mein Hausarzt nahm mir Blut ab (ich hab es gehasst zu dem Zeitpunkt) und bat mich, die nächsten 3 Tage jeden Gang zur Toilette und jedes mal, wenn ich zur Wasserflasche griff mit per Strichliste zu Dokumentieren.

3 Tage und 20 Zettel später ging es dann zum Doc und reichte mir die Überweisung zum Krankenhaus in die Hand und ich sollte SOFORT hin. Im Krankenhaus angekommen würde ich auch sofort an die Spritze gelegt mit Actrapid und Protaphan und alles mit einer Konventionellen Therapie mit festem Sprit-Ess-Plan! Dieser ganze schlumms hat tatsächlich bis 2001 gehalten. Dann wurde ich auf die ICT umgestellt. Neues Insulin => Humalog und Lantus. 2005…solang hielt mein neues Monster. bis es dann dem elektronischen Monster weichen musste. Ich war SO HAPPY!

Tja, das war meine kleine Typ1 Gesichte. Hoffe sie hat euch gefallen.
Wenn ihr Fragen habt, wie es mir so mit meinem Monster geht, scheut euch nicht, mich zu fragen.

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Auf den Weg nach Heidenheim!

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Boa was für eine Suppe hier in BaWü.
Nach 2 kurzen Pausen und einer verspäteten Afahrt (danke an Udo Kirmse ^^) und knapp 6-stündiger Fhart, sind wir nun endlich mit dem Zebrabus in Heidenheim zum heutigem Auswärtsspiel des MSV Duisburg angekommen. Das letzte Spiel im Jahr 201.
Ich muss euch sagen…es ist jetzt schon ARSCHKALT hier, dazu noch nebelig, so das du angst haben musst, überhaupt was vom Spiel zu sehen…selbst im Bus zieht es an den Füßen, die zu einer Mischung aus Eis- und Betonblöcke mutierten.

Natürlich darf mein Zuckermonster auch nicht fehlen. Nachdem ich mir gestern abend einen neuen Katheter und Sensor gelegt habe, ist heute ma wieder Kalibrierungstag deluxe. ^^
die erste Kalibrierung hab ich natürlich voll verpennt. Welches ich so gegen halb 4 in der Früh nachgeholt hatte. Zweite Kalibrierung, damit ich nicht mitten beim Spiel messen muss hab ich dann um 10 Uhr gemacht. Mal sehen wie das Monster sich die nächsten 4,5 Stunden verhält bis es wieder nach Hause Richtung Duisburg geht. Und hoffentlich mit 3 Punkten im Gepäck.

 

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2 Wochen mit CGM

*prust*

Seit dem 03.12. trag ich nun von Medtronic das CGM System Enlite und ich muss sagen…Krassgeiler Scheiß. Sorry für die Wortwahl, aber anders kann ich es nunmal nicht umschreiben.

Die erste Woche war…ungewohnt und auch stellenweise sehr nerv- und schlaftötend. Warum? Stellt euch mal vor, ihr seid grad richtig schön eingemummelt in eurer warmen Bettdecke und seid gerade in der ersten Tiefschlafphase und dann haut die Pumpe eine Warnung nach der nächsten raus. Entweder Zucker zu hoch oder zu niedrig. Erst das gepiepe, was man ja gut und gerne überhört (gerade wenn man schläft), und dann kommt zu den Warntönen noch die Vibration. DAVON wird man doch gerne wach :-/

Toll war was anderes und nach den ersten paar tagen hab ich dann die Alarme einfach abgeschaltet. Besser is.

Was wirklich toll ist, ist zu sehen, wie die Glukose dann vom Blut in die Zellen kommt und das man daran auch sehen kann, wie schnell oder langsam es wandert. Da sind dann auch mal gern unterschiede von bis zu 10 mmol, also ca 180mg, üblich. Denn der Sensor misst ja nur die Zellglukose.

Den aktuellen Sensor trag ich jetzt schon seit letzte Woche Dienstag und ich bin mal gespannt wie gerade am Wochenende, und auch zu Weihnachten, die Kurven wandern.
Ich bin froh, jetzt einfach eine doppelte Glukoseüberwachung an mir zu tragen.

Medtronic, das CGM und der neue Bayer Contour NextLink

Am Donnerstag war es soweit…mein bestelltes CGMS mit den Enlitesensoren ist bei mir eingetroffen. Am Dienstags gabs dann die Einweisung meines Pumpenbetreuers und der erste Sensor wurde dann auch direkt gelegt.
Ich muss sagen, Das Setzen des Sensors ist schon ein wenig tricky, gerade wenn die Haut noch was feucht ist vom Kodan. Denn dann kann es sein, dass das Pflaster nicht richtig kleben will und man sich den Sensor, der wirklich hauchdünn ist, sehr leicht wieder rausziehen würde. Was mir im übrigen passiert ist.
Aber kein Problem. Denn man kann sich den Sensor auch Manuell und ohne Setzhilfe legen. Für ungeübte nicht zu empfehlen.

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So…Sensor liegt und ist festgeklebt und gesichert. Nun den RealTime Transmitter noch aufstecken und warten, bis die Pumpe sich meldet. Nach 2 Stunden wird dann der erste Kalibrierungswert fällig, danach alle 12 Stunden.
Wer das nicht will, kann auch der Pumpe quasi einen Wert vorm schlafen gehen der Pumpe als Kalibrierung geben. Wer einen Contour Link von Bayer verwendet, dem wird der wert sofort auf die Pumpe übertragen. Man sollte es tunlichst vermeiden, der Pumpe jeden Blutzuckerwert als Kalibrierung zu geben, da ja bekanntermaßen die Sensoren einen Zellglukosewert nehmen.
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Notfallarmband – Über den Sinn oder Unsinn!

Über den Sinn oder Unsinn von diesen Notfallarmbändern im Bezug auf Diabetes oder andere Krankheiten wie z.b. Hepatitis, HIV oder diverse Allergien lässt sich ja bekanntlich streiten.

Ich trug als kleines Kind schon entweder als Kette oder als Armband diesen „SOS Talisman„, wo halt alle wichtigen Informationen auf einem wirklich kleinem Zettelchen vermerkt waren. Von einer Wasserdichtigkeit wollen wir hier mal nicht sprechen und wenn man im Sommer so gut wie jeden Tag im Schwimm-/Freibad ist, kann so ein Teil schnell mal vergessen oder gar verloren gehen.

Mitte April bekam ich dann die ersten Armbänder von der Firma Mediband. Hier solltet ihr aber auf Wunsch eine Sammelbestellung in Betracht ziehen, da ein Band nur ein Paar €uros kostet und ein Mindestbestellwert erreicht werden muss! *erster Negativpunkt*
Kaum ist das Band da, der nächste Schock. Wenn man sich Größentabelle ausgedruckt und dann anhand dieser sich das Band bzw die Bänder bestellt hat, darf man erfahren, das diese dann wohl doch zu groß sind. Man kommt leicht rein und wieder raus, aber es rutscht dann auch liebend gerne mal hoch bis zum Ellenbogen (je nach dünne des Unterarmes 😀 ). Eine Rücksendung bzw ein Umtausch sieht die Firma hier leider auch nicht in Betracht, weil man ja vorher die Möglichkeit des Ausmessen’s  hatte. *zweiter Minuspunkt*

Dank des Blog’s von Finn und Ilka, zwei wirklich ambitionierte Diabetesblogger mit viel Erfahrung und einfach viel Spaß am bloggen, bin ich dann auf das Armband von SafesportID gestoßen.
Vorteil hier: Ihr habt die Auswahl zwischen 4 verschiedene Grundausstattung:

  • Pro
  • Mini
  • Basic
  • Kind

Beim Proband habt Ihr die Auswahl von 7 verschiedenen Farben, Mini bietet 5 Farben, das Basicband gibt es nur in Rot und für Kids nur in Gelb.
Jetzt kommen wir auch noch zu den weiteren Unterschieden zwischen Pro, Mini, Basic und Kids.
Kids und Basic haben den Text eingraviert.
Bei der Mini und Proausführung bekommt man noch eine kleine Metallplatte dabei wo alle gewünschten Daten eingraviert sind. Beim Mini sind es 4 Zeilen, beim Pro sogar satte 7.
Es wird empfohlen, Name, Geburtsjahr, Therapieform und Insulin sowie eine Notfallnummer zu nehmen. 4 Zeilen reichen hier vollkommen aus, wenn man nicht noch multiple Allergien hat.

Jetzt kommen wir mal aus meiner Sicht zu einem der besten Vorteile der SafesportID Bänder:
Bei Bestellung braucht Ihr keine Größenanzugeben (Mini und Pro). Einfach nur die gewünschte Farbe, Text eingeben und wer mag noch eine zweite Farbe. Im Lieferumfang bekommt Ihr 5 Verschiedene Größen. Von XS bis XL. Also kein vorheriges ausmessen und sich dann ärgern!

Nun über den Sinn und Unsinn solcher Armbänder!
Ich persönlich finde es gut, wenn man so im Notfall drauf hinweisen kann, falls man nicht mehr ansprechbar ist. Natürlich birgt es auch eine gewisse Gefahr mit sich, zum Beispiel im Straßenverkehr. Gerade weil man als Diabetiker mittlerweile gewisse ärztliche Untersuchungen über sich ergehen lassen muss, nur damit man den Führerschein machen darf.
Wenn man aber mal in die Vergangenheit blickt und sich dann fragt, wie viele Diabetiker an einem hyperglykämischen Schock (einer Überzuckerung) gestorben sind, nur weil diese dann in diesem Zustand aus allen Poren nach Alkohol regelrecht gestunken haben. Würden die noch leben, wenn diese eine Notfallkarte oder gar einen Talisman oder ein Armband getragen hätten? Denn eins ist sicher, so ein Armband fällt auf und viele hätten, aus meiner Sicht der Dinge, überlebt.

Es ist wieder soweit! Weltdiabetes Tag 2013

Kurz vorher mal was zu mir und meinem Dauerbegleiter:
Ich bin Bj. 1983 und hab seit dem 21.01.1990 Typ 1 Diabetes. Warum ich mich so gut an das Datum bis dato noch so gut erinnern kann: Eselsbrücke! ^^ Zwei Tage zuvor hat mein Opa Geburtstag!
Jaja…so merkt man sich gewisse Daten.

Eingestellt wurde ich im Bethanienkrankenhaus in Moers. Ganz klasse…gerade mal n halbes Jahr in der Schule und schon für mehrere Wochen ins Krankenhaus und eine komplette umstellung der Lebensweise. Was hab ich mich gefreut…NICHT!. Ich begann also die CT Therapie mit Actrapid und Protaphan. Die Werte waren ein reinstes auf und ab und das machte sich auch im Hba1c bemerkbar. ø15,3 nach 10 Jahren. Jetzt werden viele vielleicht sagen „Oh mein Gott, das bleibt ja nicht ohne folgen!“ oder „man hat der einen shclecht eingestellten Diabetes“. Ich glaube bis heute, das es einfach an der eingeschränkten Sichtweise meines damaligen Arztes lag, der einfach keine Therapieanpassung vorschlug. Hat meine Werte gesehen, ich sollte diese in drei Farben dann markieren und ich hatte immer mehr Grün/Orange als Rot.

Anfang 2001, also 11 Jahre nach der Manifestation, die erste ordentliche Anpassung und umstellung von CT auf ICT. Ich lernte, das Essen richtig zu berechnen. Was eine BE ist und die vielfalt, das ich nun weg vom festen Mess-Spritz-Essplan kam, war wirklich hammer. An Insulin bekam ich Humalog und Lantus.
Das ganze ging dann bis ca 2005 gut. Ich wurde dann von Lantus auf Levemir umgestellt. Mein Hba1C ist nun seit 2005 „stabil-schwankend“ zwischen 8 und 10.
Als dann auch noch festgestellt wurde, das mein Körper wohl das NPH nicht sol will, wie es soll, bekam ich dann im Mai 2005 die Paradigm 712. Ich bin echt happy meinen kleinen „Piepser“ bei mir zu tragen. Denn seitdem habe ich keine krankenhauspflichtige Ketoazidose mehr erlebt. Und seit 2011 trage ich nun auch die Paradigm Veo.

Mein Hba1c ist immer noch nicht optimal, obwohl wenn ich messe, die werte im grünen Bereich liegen. Jetzt erhoffe ich mir, dass das CGM mir hilft, weitere Therapieanpassungen vornehmen zu können und somit endlich mal aus dem orange-rotem Bereich ins den grün-orangen zu kommen.

So jetzt wisst Ihr was über mich und meinen Diabetes(-verlauf) und ich wünschen allen „Süßen“ einen angenehmen WDT ’13 und für alle, die am Sonntag in Berlin sind einen noch geileren Tag. 😉

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